Einspruch aus St. Gallen

Ein sehr lesenswerter Artikel findet sich im Schweizer Tagblatt.

Andreas Hartmann hat sich gleichzeitig gefreut und gewundert, als er Anfang März im Tagblatt über das Konzept des Forensischen Instituts Ostschweiz (Forio) las, das im Auftrag des Kantons Täter von häuslicher Gewalt berät und betreut.

Hartmann arbeitet zusammen mit zwei Kollegen und einem Pensum von insgesamt 70 Prozent als Gewaltberater und Tätertherapeut bei der Ostschweizer Beratungsstelle «Männer gegen Männer-Gewalt» (MgM) in St. Gallen. Grundlage ihrer Tätigkeit ist das sogenannte Hamburger Modell, das sich vom Angebot für Gewalttäter im Thurgau in verschiedener Hinsicht unterscheidet.

Andere Voraussetzungen

Hartmann erstaunt es, wenn Forio-Leiterin Monika Egli-Alge sagt, dass Zwang der Schlüssel zum Erfolg sei. «Unsere Erfahrungen in den letzten sieben Jahren mit weit über 100 Klienten belegen genau das Gegenteil», betont Hartmann. Die Verpflichtung zur Therapie durch eine zuweisende Stelle habe sehr oft einen negativen Einfluss auf den Erfolg. Denn wer von einem Gericht als Teil der Strafe oder Ersatz dafür zu Gesprächen über seine Probleme gezwungen werde, passe sich einfach an, was vielen umso leichter falle, da Gewalttäter in der Regel ohnehin sozial überangepasst lebten.

Der Artikel ist in Gänze lesenswert.

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