Aktionspläne: Endlich??

Irgendwann ist es einfach nur ärgerlich, wenn die Bundesregierung sich derart einseitig mit dem Thema häusliche Gewalt auseinandersetzt.

Am 12.10.2007 lies sie verlauten:

Aktionsplan II: Mit Fortbildung und Forschung Gewalt gegen Frauen bekämpfenQuelle:DBT

Wichtig seien sogenannte niedrigschwellige Angebote, an die sich Frauen leicht und anonym wenden könnten, heißt es in dem Bericht. Die Regierung prüfe die Einrichtung einer bundesweiten Notruftelefonnummer für Erstberatung und Vermittlung bei jeder Form von Gewalt gegen Frauen.
Aber auch Täterprogramme, zu denen die Männer meist verpflichtet würden, seien fördernswert. Das sei ein relativ neues Arbeitsfeld in Deutschland. Es gebe Anzeichen, dass die Männer ihre Gewalt nach Absolvierung des Programmes reduzierten. Sofern es sich um qualifizierte Angebote handele, seien es sinnvolle Ergänzungen der Behandlung der Täter, heißt es in dem Bericht.
Zu den weiteren Maßnahmen, die in Zukunft anstehen, gehören verbesserte Fortbildungsmaterialien über Gewalt für allgemeine und spezielle Beratungsstellen, ein Medienpaket über Frauenhäuser, weitere Auswertungen der Studie und Forschung zu Gewalt an behinderten Frauen und älteren Menschen sowie zu Zwangsheiraten.

Quelle: Pressedienst des Deutschen Bundestages

Was sollen wir daraus schließen?

Obwohl bereits seit fast 20 Jahren erfolgreich am Markt, gehören wir offenbar zu einem “neuen Arbeitsfeld”.

Dem Bericht ist nicht zu entnehmen, was unter “qualifiziert” verstanden werden soll…

Heute berichtet die Regierung, dass sie

Häusliche Gewalt als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen bekämpfen

will. Da fragt man sich: Wie geht es Kindern?

Wie alten Menschen? Wie Männern?

Soll diese Gewalt nicht bekämpft werden?

Offenbar fallen diese Bevölkerungsgruppen durch das Wahrnehmungsraster als Opfer von häuslicher Gewalt, und das ist beschämend…Redfaced / Embarassed

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