White Ribbon.at plädiert für mehr sportliche Gewalt unter Männern!

Die “angeblich grösste Bewegung” von Männern, die sich für gewaltfreies Verhalten von Männern einsetzt, setzt sich gleichzeitig für Gewalt unter Männern ein, und propagiert dies auch noch mit großem Medien – Tamtam.

Ein Grund mehr, sehr skeptisch gegenüber dieser “Männer Bewegung” zu sein, immerhin wird ja deutlich, dass unter “Bewegung” die der Fäuste gegen Andere verstanden werden soll.

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, doch offenbar bewegen sich die Herren in ihrer Argumentation auf folgendem interlektuellen Niveau:

Zitat:

“Meine Fäuste fliegen nur im Ring” – die neue Plakatkampagne von White Ribbon Österreich!

Erstmalige Präsentation am 20. Juni im MOYA im Kontext der Ausstellung bildergegengewalt

Ambitionierte Boxer, allen voran Edip Sekowitsch (ehemaliger Boxweltmeister und Europameister) haben sich bereit erklärt, ihren Beitrag zur Gewaltprävention zu leisten und sich an einem Fotoshooting für die Plakatserie beteiligt.
Herzlichen Dank an Herrn Sekowitsch und das Team der Box-Union-Favoriten.

Burschen und junge Männer verschiedenster Herkunft und Milieus sollen mit diesen Plakaten angesprochen und motiviert werden, die Problematik zu erkennen und sich mit dieser auseinanderzusetzen.

Mehrsprachigkeit ist in einer transkulturellen Gesellschaft eine Notwendigkeit und ein Schritt auf die Männer hin. Eine breit angelegte Aufklärungskampagne mit mehrsprachigem Informationsmaterial ist in Vorbereitung.

Zitat Ende!

 

 

Fast schon zynisch liest sich dann in diesem Zusammenhang der Beitrag der österreichischen Frauenministerin:

Zitat.

“Die Ausstellung “bildergegengewalt” im Wiener MOYA soll das Thema “Gewalt gegen Frauen” aus einer neuen Perspektive betrachten. Dabei sollen Frauen nicht als gedemütigte Opfer dargestellt werden.Gewalt nicht nur eindimensional darstellenFür Frauenministerin Doris Bures (SPÖ) ist die Ausstellung Beitrag zu Bewusstseinsschaffung und Prävention. Maria Rösslhumer vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser lobte bei der Eröffnung, dass “Gewalt nicht eindimensional” dargestellt werde.Bures: Enquete zum GewaltschutzgesetzBures kündigte bei dieser Gelegenheit eine Enquete zum Gewaltschutzgesetz an um mögliche Verbesserungsvorschläge anzusprechen. Die Bilder-Sammlung ist bis 15. Juni zu sehen. Am 20. Juni 2007 werden die Werke im Rahmen einer Charity-Auktion versteigert. Der Erlös kommt der Frauen-Helpline (0800/222 555) zu Gute. (vk)”

Nun sind die Stereotypen wieder erfüllt: Männer dürfen keine Frauen schlagen, aber Männer sollten sportlich sein und deshalb Männer schlagen… (so ist der “andere Blickwinkel!”, von dem die Frauenministerin spricht.)
Diese Bilder kann man dann versteigern, und den Erlös den Frauen spenden.

Der inhaltlich seriösen Arbeit gegen Gewalt haben die Akteurinnen hier wirklich einen Bärendienst erwiesen! (siehe auch der Beitrag über Franziska Kelly .)

Ich bin gespannt, welche Kampagnen die Herren von White-Ribbon.at anläßlich der Fussballeuropameisterschaft 2008 planen, immerhin wollen sie auch dort richtig mitmischen.
Vielleicht sollten Sie Zinedin Zidane als Mentoren für ein Mehr an Fairness engagieren, sofern der zuhause seine Frau nicht schlägt…

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